Moskau/dpa. Der Leichnam Adolf Hitlers ist nach Angaben des russischen Historikers und Journalisten Lew Besymenski erst 1970 in Magdeburg exhumiert und vernichtet worden. In einem Interview mit der „Komsomolskaja Prawda“ erklärte Besymenski, Hitlers Leiche sei nicht nach dessen Freitod im April 1945 in der Reichskanzlei verbrannt worden. Seine Überreste seien von der sowjetischen Sonderpolizei mindestens sechs Mal versteckt, wieder ausgegraben und umgebettet worden. Besymenski, der während des Zweiten Weltkrieges Dolmetscher von Marschall Georgi Schukow war, gab an, ein Protokoll der Vernichtung zu besitzen und kündigte dessen Veröffentlichung an. Der sowjetische Diktator Stalin habe nie verwinden können, daß Hitler ihm nicht lebend in die Hände gefallen war, und deshalb seine Überreste erhalten lassen.
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Quelle:
Mitteldeutsche Zeitung vom 25.07.1992
Primärquelle:
Zeitungsausschnitt – vollständige Ansicht (Originalgröße)
Weiterführende Quelle:
FOCUS Online: Zehn mal vergraben und ausgebuddelt: Die bizarre Odyssee von Hitlers Leiche
Hinweis:
Zeitgenössische Berichte und spätere Darstellungen über den Umgang mit Hitlers sterblichen Überresten verwenden unterschiedliche Zählweisen. Während einige Quellen von mehrfachen Umbettungen sprechen, zählt andere Literatur zusätzlich Zwischenlager, Transporte und Verwahrorte. Die heutige Forschung geht von der Verlagerung von Überresten aus, nicht von einem über Jahre erhaltenen Leichnam.
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