Das Heft 2/2020 der → Computergenealogie wurde im Blog des Vereins für Computergenealogie vorgestellt. Es enthält mehrere praxisnahe Beiträge rund um Ordnung, Datensicherung und Visualisierung genealogischer Daten. Im Folgenden greife ich zwei Aspekte heraus, die mir besonders aufgefallen sind.
1. Daten ordnen: Farbmarkierungen in der Genealogie
Daten ordnen und Daten sichern gehören für jeden Familienforscher zu den elementaren Aufgaben. Je größer eine Genealogie über die Jahre wird, desto wichtiger ist es, möglichst von Beginn an Ordnung in seinen Daten zu haben. Ein – mir bisher unbekanntes – Ordnungssystem ist das Color Coding, also die farbliche Markierung von Verwandtenlinien. Da ich diese Idee brillant finde, habe ich sie umgehend auf meine Ahnenliste übertragen. Für größere, sich ständig erweiternde Datenbestände bleibt dieser Ansatz jedoch wartungsintensiv. In der Kartographie finden Sie die entsprechende grafische Darstellung.
2. Daten sichern: Die 3-2-1-Regel
In der Datensicherung hat sich die 3-2-1-Regel bewährt. Eine Sicherung befindet sich auf dem Arbeitsrechner, die zweite beispielsweise auf einer externen Festplatte und die dritte außer Haus, also zum Beispiel in einer Cloud. Wer sich die Arbeit erleichtern möchte, nutzt ein Programm zur regelmäßigen Datensicherung. Empfehlenswert ist → FreeFileSync , das es übrigens auch für Linux gibt. Das Programm bietet Schnittstellen zu den gängigen Clouddiensten und die Möglichkeit FTP zu integrieren. Vielleicht ist zukünftig auch eine (Teil)sicherung auf den Servern von Compgen möglich?
Die konsequente Umsetzung einfacher Sicherungsregeln bleibt auch im genealogischen Alltag unverzichtbar.
Beide Beiträge zeigen, dass grundlegende organisatorische Fragen oft wichtiger sind als neue Werkzeuge oder exotische Methoden.
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