Vor 60 Jahren begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Zu den ersten Zielen der deutschen Truppen gehörten die Westernplatte und Danzig. Die Erinnerung an den tapferen, wenn auch aussichtslosen Widerstand gegen die militärisch hochgerüsteten Angreifer ist an beiden Orten gegenwärtig.

Danzig, 31. August 1939: Gegen elf Uhr abends klingeln zwei Gestapo-Männer an der Haustür von Carl J. Burckhardt, dem letzten vom Völkerbund eingesetzten Hohen Kommissar der Freien Stadt Danzig. Er dürfe das Haus nicht verlassen und habe sich bereitzuhalten, noch in der Nacht den Gauleiter zu empfangen. Was Gauleiter Forster ihm mitteilen wird, ist dem Schweizer Diplomaten längst klar.

Zur selben Zeit an diesem Abend, einige Kilometer weiter im Hafen, entlässt das deutsche Kriegsschiff „Schleswig Holstein“ mehrere Hundert Soldaten, die tagelang im Bauch des Schiffes auf das Angriffssignal gewartet haben und nun in Stellung gehen. Adolf Hitler traf Stunden zuvor die Entscheidung über Krieg und Frieden: Er gab in Berlin Befehl zum „Angriff gegen Polen“.

Danzig, 1. September 1939: Spielt es eine Rolle, wo und wann genau der erste Schuss im Zweiten Weltkrieg fällt?

 

(wird ergänzt)

Quelle:
Mitteldeutsche Zeitung vom 27.08.1999

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