Am zweiten Sonntag im September öffnen zum Tag des offenen Denkmals vielerorts historische Gebäude ihre Türen, die sonst nur selten öffentlich zugänglich sind. Auch in Magdeburg bot sich an diesem Tag die Gelegenheit zu besonderen Einblicken.

Landesarchiv Sachsen-Anhalt

Im Landesarchiv Sachsen-Anhalt erhielten Besucher zunächst eine Einführung über die Aufgaben des Archivs und wurden anschließend durch Arbeitsräume und Magazinbereiche geführt. Mit dem Blick hinter die Kulissen wurde so ein Eindruck von der täglichen Arbeit eines Archivs vermittelt.

Die Führung begann in einem Arbeitsraum, in dem neu angelieferte Archivalien zunächst gesichtet und geordnet werden, bevor sie in die Magazine gelangen. Anschließend ging es in den modernen Magazinbau des Archivs, in dem die historischen Bestände unter kontrollierten klimatischen Bedingungen aufbewahrt werden.

Archivraum
Magazin

 

Zum Abschluss der Führung fand im Lesesaal ein kleiner Bücherverkauf statt, bei dem unter anderem Reproduktionen historischer Karten erworben werden konnten – eine davon dient heute als Titelbild dieser Seite.

Bücherverkauf

Festung Kavalier V – Ravelin II

Nach dem Archivbesuch führte der Weg weiter zu einem ganz anderen Denkmal der Magdeburger Geschichte: der Festungsanlage Ravelin II. Sie gehört zu den Überresten der einst weitläufigen Festung Magdeburg, deren Anlagen im 19. Jahrhundert große Teile der Stadt umgaben.

Kavalier V Ravelin II
Innenraum

Mitten in der Anlage überspannt eine kleine Zugbrücke einen Graben und vermittelt einen Eindruck davon, wie stark diese Bauwerke einst auf Verteidigung ausgelegt waren. Hinter den Mauern erschließt sich ein weitläufiges Gelände mit mehreren Räumen und Gewölben. Einige dieser Räume wurden zeitgenössisch eingerichtet, sodass Besucher eine Vorstellung davon bekommen, wie die Anlage in ihrer ursprünglichen Nutzung ausgesehen haben könnte.

Auf dem Gelände befindet sich außerdem eine kleine Ausstellung zur Magdeburger „Trümmerbahn“. Diese spielte nach dem Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle beim Abtransport der gewaltigen Trümmermengen aus der zerstörten Stadt. Die Ausstellung erinnert damit nicht nur an die militärische Vergangenheit der Festungsanlage, sondern auch an ihre Bedeutung in der jüngeren Stadtgeschichte.

Der Besuch zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die historischen Orte sind, die am Tag des offenen Denkmals zugänglich gemacht werden – von Archiven als Bewahrern der schriftlichen Überlieferung bis zu baulichen Zeugnissen der Stadtgeschichte.

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