Heute geht es hier ausnahmsweise nicht um Familien- oder Regionalforschung, sondern um medizinische Forschung – und um ein Projekt, das mir persönlich am Herzen liegt.
Sie hatten noch nie Krebs? Dann gehört das „Danach“ hoffentlich auch weiterhin nicht zu Ihren persönlichen Erfahrungen. Wenn doch, wissen Sie, dass mit dem Ende der Behandlung nicht einfach alles so weitergeht wie vor der Diagnose.
Für viele „Langzeitüberlebende“, wie sie in der Forschung so schön genannt werden, bedeutet das Ende der Behandlung nicht automatisch die Rückkehr in ihr „altes Leben“. Die späteren Folgen können sehr unterschiedlich sein: gesundheitliche Einschränkungen, Schwierigkeiten bei der Rückkehr ins Berufsleben, finanzielle Probleme nach langem Verdienstausfall, Nachteile beim Abschluss bestimmter Versicherungen bis hin zu psychischen Belastungen und Problemen im sozialen Umfeld.
Mich traf die Diagnose mit 45 Jahren mitten in meiner Selbstständigkeit. Diese musste ich aufgeben und mich beruflich neu orientieren. Was hier in zwei Sätzen schnell dahingeschrieben ist, war damals ein langer und steiniger Weg. Die zuständigen Stellen waren zwar da, wirkliche Unterstützung bei meiner beruflichen Neuorientierung wurde aber nicht angeboten. Letztlich habe ich meinen eigenen Weg gefunden und bin nach einigen Umwegen beruflich dort angekommen, wo ich mich heute wohlfühle.
Die Erfahrung, dass mit dem Abschluss der Akutbehandlung längst nicht alle Probleme gelöst sind, ist einer der Gründe, warum ich mich als Co-Forschende am Projekt HeLiS beteilige.
HeLiS ist ein Forschungsprojekt unter Federführung der Universität Witten/Herdecke, an dem mehrere Universitäten und weitere Partner beteiligt sind. Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz von Menschen nach einer Krebserkrankung zu stärken. Dafür wurde gemeinsam mit Krebs-Langzeitüberlebenden die Online-Plattform „Kompass fürs Leben“ entwickelt: Sie informiert unter anderem über verschiedene Krebsarten, bietet aktuelle Beiträge, ein Glossar und ein Forum und bündelt in einem Veranstaltungskalender Online- und Vor-Ort-Angebote.
Nun soll wissenschaftlich untersucht werden, ob und wie diese Plattform Menschen nach einer Krebserkrankung tatsächlich hilft.
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Teilnehmende für die HeLiS-Online-Studie gesucht
Wie können Menschen nach einer Krebserkrankung mit verständlichen Informationen und digitalen Unterstützungsangeboten besser begleitet werden?
Im Forschungsprojekt HeLiS wird eine Online-Plattform für Menschen während bzw. nach der Krebsnachsorge wissenschaftlich untersucht. Die Plattform bietet verständliche Informationen und verschiedene Unterstützungsangebote.
Für die Evaluation suchen wir erwachsene Personen nach einer Krebserkrankung. Die Teilnahme findet vollständig online statt und umfasst die Nutzung der HeLiS-Plattform sowie Online-Fragebögen zu Beginn und nach 3 und 6 Monaten.
Die Teilnehmenden werden zufällig einer von zwei Gruppen zugeordnet: Eine Gruppe erhält direkt Zugang zur Plattform, die zweite Gruppe (die Folgegruppe) nach 3 Monaten. Beide Gruppen sind für die wissenschaftliche Auswertung sehr wichtig.
Jetzt informieren und teilnehmen:
https://redcap.link/helis-study
Die Teilnahme ist freiwillig. Alle Daten werden vertraulich verarbeitet und die Teilnahme kann jederzeit beenndet werden.




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